Wacker startete gut
Mit dem Schwung und dem Selbstvertrauen aus dem Rapid-Spiel vor zwei Wochen startete der FC Wacker Innsbruck auch gegen den amtierenden Cupsieger Sturm Graz. Bereits nach zwei Minuten hatten Feldhofer und Kollegen große Mühe einen Prokopic-Freistoß aus der Gefahrenzone zu befördern. Sieben Minuten später hätten die 13536 Innsbruck Fans im Tivoli Stadion beinahe den ersten Treffer von Neuzugang Pichler bejubeln können. Nach einem Eckball von rechts schraubte sich der Innenverteidiger am höchsten, doch Nationalteam - Torhüter Gratzei lenkte den Ball toll über die Stange. Ebenfalls in Teamform präsentierte sich in der 14. Minute Wacker-Schlussmann Pascal Grünwald, als er den Schuss des alleine vor ihm auftauchenden Kienast zur Ecke entschärfte.
„Koana hat an Meter gegen unsern Marcel Schreter"
In der 21. Minute war es soweit. Wieder war Grünwald im Mittelpunkt. Sein 70 Meter weiter Ausschuss landete genau im Lauf von Fabian Koch und dessen Rückpass verwertete Marcel Schreter aus 16m spektakulär, was ihm auch sofort ein Plakat der Tivoli Nord bescherte „Koana hat an Meter gegen unsern Marcel Schreter". Und dieses Tor beflügelte Schwarz-Grün. Innsbruck drückte auf das 2:0. In Minute 34 wäre es fast soweit gewesen. Fabian Koch setzte sich im Zweikampf gegen Pürcher durch, doch seine Flanke fand zwar mit Burgic‘ Seitfallzieher einen spektakulären Abnehmer, aber leider fiel der Torschuss zu schwach aus.
Sturm mit Doppelschlag
Was es heißt wieder in der höchsten österreichischen Spielklasse spielen zu dürfen, mussten die Innsbrucker kurz vor der Pause leidvoll miterleben. Durch einen Doppelschlag von Bukva (jeweils nach Hölzl-Vorlagen) ging es mit einem 1:2 Rückstand in die Pause. Zwei unnötige Abwehrfehler ermöglichten die Grazer Führung nach 45 Minuten. Stellungsfehler, die man in der tipp3 - Bundesliga nicht machen darf, da änderte auch der sensationelle 30m Meter-Schuss von Schreter in der Nachspielzeit nichts.
Innsbruck kontrollierte Spielgeschehen
Im zweiten Durchgang kontrollierte Wacker das Spielgeschehen, konnte aber nur wenig Druck gegen die gut gestaffelte Defensive der Grazer nach vorne aufbauen. Es dauerte bis zur 63. Minute, ehe wiederum Burgic mit einem Schuss aus acht Metern seinen Meister in Gratzei fand. In der 71. Minute versuchte sich die Nummer 13 Schreter mit einem Schuss aus halblinker Position. Allerdings verfehlte der Schuss sein Ziel knapp.
Doppelpack Schreter
Aber Innsbruck bemühte sich gegen den österreichischen Cupsieger und wurde belohnt. Nach dem siebten Eckball klärte der ehemalige Innsbruck-Kapitän Feldhofer im Strafraum mit der Hand und Schiedsrichter Lechner zögerte nicht und entschied auf Elfmeter. Und Marcel Schreter ließ es sich nicht nehmen und hämmerte den Ball ins Tor.
Von Sturm Graz war in der zweiten Hälfte wenig zu sehen. Erst in der 90. Minute tauchte Rückkehrer Szabics vor Grünwald auf, doch er traf nur das Außennetz. Und da auch Hölzl in der Nachspielzeit mit einem Roller nicht gefährlich wurde, endete Partie mit einem Remis, dass sich aber wie ein Sieg anfühlte.
Am kommenden Wochenende muss Wacker Innsbruck ins Burgenland zum SV Mattersburg.
Spieldaten:
FC Wacker Innsbruck - SK Puntigamer Sturm Graz 2:2 (1:2)
Tore: 1:0 Schreter 21., 1:1 Bukva (38.), 1:2 Bukva (40.), 2:2 Schreter (78., Handelfmeter)
FC Wacker Innsbruck: Grünwald, Hauser, Bea, Pichler, Harding, Öbster (61. Perstaller), Schreter, Abraham, Prokopic (80. Löffler), Koch, Burgic (76. Bammer)
SK Puntigamer Sturm Graz: Gratzei, Pürcher (Ehrenreich), Feldhofer, Schildenfeld, Standfest, Bukva, Weber, Kienzl, Hölzl, Kienast (70. Muratovic), Szabics
Gelbe Karten: Löffler; Pürcher, Feldhofer, Standfest
Kommentare
Herausheben möchte ich aber noch Burgic (der leider noch nicht einnetzen konnte) und Prokopic, die wirklich ein tolles Spiel zeigen und denen auch einmal gesondert gesagt werden sollte, dass sie wirklich hervorragendes leisten.
Natürlich müsste man die ganze Mannschaft nochmal loben, aber ich hoffe man versteht es, wenn ich Burgic und Prokopic noch eine Spur mehr Glanz verleihe!
Falls es mal in anderen Spielen nicht so laufen, dann hoffe ich doch, dass die Mannschaft weiterhin so (grün-schwarz) beherzt kämpft.Ich hoffe es bleibt bei diesen Emotionen im Stadion, da es den Spielern sicherlich nur gut tun kann!
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