Aktualisiert (Mittwoch, 28. Januar 2009 um 08:54)
Donnerstag, 15. Januar 2009 um 19:20
Joachim Löw traf beim Besuch im Club Management des FC Wacker Innsbruck auf seinen ehemaligen Spieler und nunmehrigen Trainerkollegen Walter Kogler
Die Lebensqualität in Tirol und der Landeshauptstadt Innsbruck dürfte eine hervorragende sein. Belege dafür sind nicht nur die zahlreichen Top-Mannschaften, die im Sommer perfekte Bedingungen für Trainingslager vorfinden. Auch im Winter nützen viele prominente Persönlichkeiten aus der Fußballwelt die spielfreie Zeit, um Tirol einen Besuch abzustatten. Besonders gern gesehene Gäste sind dabei aus der Sicht des FC Wacker Innsbruck verdiente Persönlichkeiten aus der Vereinsgeschichte wie Stanislaw Tschertschessow, "Buffy" Ettmayer, Hansi Müller oder Joachim Löw. Der Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft war in der Saison 2001/02 der letzte Trainer des FC Tirol, ehe dieser als Meister in den Konkurs und Löw seine Zelte in Innsbruck abbrechen musste. Im Juni 2008 erreichte er mit Deutschland in Wien den Titel des Vizeeuropameisters, heute stattete er im Rahmen eines Tirol-Urlaubs dem Club Management des FC Wacker Innsbruck einen Besuch ab. Dabei hat sich "Jogi" Löw Zeit genommen für ein Interview, im ersten Teil sind seine Beziehung zu Innsbruck und die Ziele für das Jahr 2009 mit dem deutschen Team die Themen.
Online Redaktion: Herr Löw, Der FC Wacker wünscht Herzlich Willkommen in Innsbruck. Was ist der Grund ihres Besuches?
Joachim Löw: Ich mache eine Woche Urlaub hier. Ich freue mich natürlich immer, wenn ich hier in die Gegend von Innsbruck komme, weil ich einfach auch sehr viele positive Erinnerungen habe.
Online Redaktion: Sie kommen also immer wieder gerne nach Tirol und Innsbruck zurück?
Löw: Immer wieder gerne. Wenn ich bei der wenigen Zeit, die ich habe, einmal die Möglichkeit habe, freue ich mich immer, in Innsbruck zu sein. Ich war auch früher vor einigen Jahren beim einen oder anderen Spiel hier, für mich ist es immer wieder ein schönes Gefühl.
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Online Redaktion: Ist das die Zeit im Jahr, in der Sie ein bisschen abschalten können?
Löw: Jetzt in dieser Woche gibt es schon einmal die Möglichkeit dazu. Ich habe es mir bewusst so gelegt, dass ich diese Woche keine Termine habe. Ab nächster Woche gehen dann wieder die Vorbereitungen los auf verschiedene Dinge, die wir dieses Jahr angehen, wie die WM-Qualifikation und andere Dinge. Da kommen dann wieder die Termine.
Online Redaktion: Bleibt auch Zeit für sportliche Aktivitäten, Skifahren oder Rodeln vielleicht?
Löw: Ich fahre grundsätzlich sehr gerne Ski, aber ich habe mir vor einem Vierteljahr beim Fußball das Knie stark beschädigt, Meniskus und Band waren gerissen. Daher bin ich noch relativ vorsichtig beim Skifahren.
Online Redaktion: In Ihrer Funktion als Trainer der deutschen Nationalmannschaft geht es am 11. Februar mit einem freundschaftlichen Länderspiel in Düsseldorf gegen Norwegen weiter. Wie sehen die Ziele für das Jahr 2009 aus?
Löw: Das letzte Jahr war im ersten Halbjahr geprägt von der EM mit sehr vielen Vorbereitungen zum Turnier hin, unmittelbar danach ging es mit einer harten Qualifikationsrunde weiter. Dann haben wir das Jahr abgeschlossen und waren insgesamt auch sehr zufrieden. Jetzt haben wir uns Anfang Januar Gedanken gemacht, was wir im neuen Jahr verbessern können, welche Ziele anstehen und wo wir neue Meilensteine setzen können. Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika hat natürlich Priorität. Darüber hinaus haben wir aber auch andere Ziele wie den Einbau jüngerer Spieler. Wir haben in Deutschland wieder vermehrt junge, talentierte Spieler, die auf sich aufmerksam machen. Denen wollen wir die Möglichkeit geben, an das ganz hohe internationale Niveau zu schnuppern, in Richtung 2010 oder auch schon in Vorbereitung darüber hinaus. Und im Verband stehen einige Dinge an, seit zwei, drei Jahren gibt es eine einheitliche Philosophie, alle Jugendmannschaften trainieren, zwar altersgerecht, aber in etwa nach der gleichen Philosophie und mit den gleichen Inhalten. Wir arbeiten daran, dass der Verband auch eine Identität bekommt. Das sind wichtige Aufgaben im sportlichen Bereich im Jahr 2009.
Im zweiten Teil des Interviews mit Joachim Löw sprechen wir mit ihm über seine Verbindung zum FC Wacker Innsbruck und Trainer Walter Kogler, einem ehemaligen Schützling Löws.
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