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    • Torfestivals bei Damenmatches
      Aktualisiert (Dienstag, 18. Oktober 2011 um 07:13) Montag, 17. Oktober 2011 um 10:02

      Didi Constantini kickte zum 4:2 Sieg der Damen II anDidi Constantini kickte zum 4:2 Sieg der Damen II an
      Ganze dreizehn Treffer gab es für die Besucher des Wacker Damen Doublefeatures am vergangenen sonnigen Samstagnachmittag zu sehen: Während das zweite Damenteam des FC Wacker Innsbruck gegen den SV Taufkirchen einen 4:2-Heimsieg einfuhr, hatte die Kampfmannschaft gegen den SV Neulengbach wieder einmal klar das Nachsehen und war mit einem 2:5 diesmal sogar noch gut bedient.

      Klare Angelegenheit?

      Neo-Ex-Teamchef Didi Constantini gab mit seinem Ehrenanstoß das Freizeichen zum Duell um die Tabellenspitze der 2. ÖFB-Frauenliga Mitte/West zwischen dem FC Wacker Innsbruck und dem SV Taufkirchen. Etwa 100 Zuschauer sahen eine drückend überlegene Wackerelf, die das Gästeteam völlig in der eigenen Hälfte einschnürte und auf eine frühe Führung drängte. Angetrieben von einer zu Beginn überragenden rechten Flanke mit Theresa Mederle und Magdalena Nagele erspielte sich Schwarz-Grün Chance um Chance, scheiterte jedoch an einer starken Gäste-Torfrau bzw. der Querlatte (Nagele, 13.). Besser machten es dann plötzlich die Gäste: Hauer kam im Konter allein zum Schuss und netzte völlig entgegen dem Spielverlauf trocken zum 0:1 ein (17.). Unbeirrt spielte Wacker Innsbruck weiter und kam nach Vorlage von Theresa Mederle dank Laura Hartlieb per Kopf zum 1:1-Ausgleich (23.). Einen verhauten Abschlag von Wacker-Torfrau Aysel Ahmedova nutzte jedoch Bauer via schönem Lupfer zur erneuten Führung für Taufkirchen (33.). Beim Stand von 1:2 war bei Wacker Innsbruck plötzlich die Luft raus und auch nach Wiederanpfiff tat sich zunächst offensiv nur mehr wenig Gefährliches.

      Valentina Schwarzlmüller dreht die Partie

      Der Faden war gerissen, das überlegene Spiel der Heimelf gebrochen - bis Minute 62: Valentina Schwarzlmüller kam im Mittelfeld an den Ball, wühlte sich durch die gesamte Abwehrmauer der Gäste und traf flach vom Sechzehner ins kurze Eck zum 2:2. Der Ausgleich aus dem Nichts war aber noch nicht genug: Mit der ersten Aktion vom Anstoß weg traf Valentina Schwarzlmüller mit einem platzierten Schuss in die rechte obere Ecke zum 3:2 (63.). Der Bann war gebrochen, Wacker war wieder im Spiel und spielte die Führung im weiteren Verlauf sicher nach Hause. Laura Hartlieb war es noch vergönnt, nach Corner und Schwarzlmüller-Ablage per Kopf auf 4:2 zu erhöhen (82.). Den bitteren Beigeschmack zur Partie lieferte Gäste-Verteidigerin Aschböck, die Matchwinnerin Valentina Schwarzlmüller knapp vor Schluss ohne Rücksicht auf Verluste mit gestrecktem Bein umschnitt. Die Übeltäterin kam mit Gelb davon, der wackere Mittelfeldmotor hoffentlich mit einem geschwollenen Knöchel. Die frisch erkämpfte Tabellenführung wird hoffentlich ebenfalls ihren Teil zur raschen Genesung beitragen.

      Von Beginn an überrollt

      Gleich im Anschluss an die erste Begegnung des Nachmittags traf das erste Damenteam des FC Wacker Innsbruck auf Serienmeister SV Neulengbach. Hätte Schiedsrichterin Biljana Iskin nicht Orientierungsprobleme bei der Anreise gehabt, hätten einige der etwa 200 Wackerfans wohl die ersten Aktionen des Spiels am Tivoli W1 versäumt. Bereut hätten sie es aber wohl weniger: Vom Ankick weg klappte nichts beim FCW, Neulengbach hingegen drückte das Heimteam sofort in den eigenen Strafraum und erspielte Chance um Chance. Trotz teils fahrlässiger Chancenauswertung stand es nach zwanzig Minuten durch einen Hattrick von Gstöttner 0:3 (10., 13., 20.). Erst danach wachte Wacker etwas auf und leistete zumindest ansatzweise Gegenwehr. Hinten brannte es aber weiterhin lichterloh, was Gstöttner mit ihrem vierten Treffer ausnützte (32.). Einziges nennenswertes Lebenszeichen von Schwarz-Grün war der wohl erste Ballkontakt von Sturmspitze Nicole Billa, die ein langes Zuspiel kurz annahm, direkt abzog und via Innenlatte zum 1:4 traf (39.). Über die übrige Spielzeit ist wohl besser der Mantel des Schweigens zu breiten.

      Neulengbach lässt Gnade walten

      Zur Halbzeit war die Marschroute der Gäste klar: Kräfte sparen für die Champions League und lieber die Ersatztorhüterin eintauschen. Angestachelt von dieser Provokation zeigte sich erstmals Kampfgeist beim FC Wacker Innsbruck. Die Heimelf spielte nun phasenweise auf Augenhöhe und hatte bei einem schönen Angriff über Katharina Schiechtl auch die Chance, auf 2:4 zu verkürzen (56.). Torhunger zeigte am Feld jedoch weiterhin vor allem Neulengbach-Legende Gstöttner, die unbedrängt eine lange Flanke zum 1:5 einnickte (63.). Melanie Fischer konnte auf der Gegenseite eine Schusschance aus vierzehn Metern nicht nutzen (67.), besser machte es aber dann Sandra Hausberger, die eine Freistoßflanke über alle Köpfe hinweg ins lange Eck zum 2:5 versenkte (80.). Zwei schwarz-grüne Stangentreffer später stand der Endstand von 2:5 endgültig fest.
      Wacker Innsbruck ist mit diesem Ergebnis angesichts der katastrophalen Anfangsphase wohl noch gut bedient. Der Tabellenführer SV Neulengbach war an diesem Tag zu jeder Zeit eine Klasse stärker, ließ aber am Ende Milde walten und stoppte das Torverhältnis nach sieben gespielten Runden bei +39. Die Damen des FC Wacker Innsbruck setzten sich mit dieser plangemäßen Heimniederlage nach starkem Beginn nun endgültig im Mittelfeld der ÖFB-Frauenliga fest.


      Spieldaten:

      FC Wacker Innsbruck II - SV Taufkirchen 4:2 (1:2)
      Wiesengasse Platz B, 100 Zuschauer
      Schiedsrichter: Mairhofer

      FC Wacker Innsbruck II: Ahmedova; Suppersberger, Rofner, Bader, Th. Mederle; Eder, Schwarzlmüller (88. Senkowsky), Mairhofer (61. Eberhard), Nagele; Spörr, Hartlieb

      SV Taufkirchen: Engelbutzeder; Hölzl, Danninger (67. Aschböck), Kreuzhuber, Schwarz; Ratzenberger, Uray (63. Reiterer), Bauer, Berta (73. Wallner); Hauer, Seitz

      Torfolge: 0:1 Hauer (17.), 1:1 Hartlieb (23.), 1:2 Bauer (33.), 2:2 Schwarzlmüller (62.), 3.2 Schwarzlmüller (63.), 4:2 Hartlieb (82.)

      Verwarnung: Aschböck


      FC Wacker Innsbruck - SV Neulengbach 2:5 (1:4)
      Tivoli W1, 200 Zuschauer
      Schiedsrichterin: Iskin

      FC Wacker Innsbruck: Iraschko; Enzinger (67. Waibl), Gatermayer, Höfler, Dengg; A. Mederle (45. Schiechtl), Metzler, Hausberger, Jahaj (88. Stockhammer); Billa, Fischer

      SV Neulengbach: Zinsberger (45. Abiral); Celouch, Alves, Bell, Biroova; Ruiss (74. Kohn), Santos, Entner, Tasch; Novotny (63. Wasser), Gstöttner

      Torfolge: 0:1 Gstöttner (10.), 0:2 Gstöttner (13.), 0:3 Gstöttner (20.), 0:4 Gstöttner (32.), 1:4 Billa (39.), 1:5 Gstöttner (63.), 2:5 Hausberger (80.)

      Verwarnungen: Iraschko; Celouch

       
      Über den Autor Julian Fuchs Ein anderer Fußball ist möglich! Weg vom Kommerz, hin zu echter Identifikation mit seinem Verein..
       
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      Kommentare  

       
      0 #1 2011-10-18 10:10
      Tja für die Mädls ist es etwas leichter an die heimische Spitze zu kommen.
      Bell Romina spielte bei uns im Nachwuchs und gegen die Zinsberger Manuela haben wir oft mit meiner Mannschaft gespielt, sie war auch am Feld nicht schlecht.
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