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    • Wacker II zittert sich zu drei Punkten
      Aktualisiert (Samstag, 07. Mai 2011 um 04:00) Mittwoch, 04. Mai 2011 um 07:25

      Rupert Wildauer zeigte auch gegen die Reichenau eine starke LeistungRupert Wildauer zeigte auch gegen die Reichenau eine starke Leistung
      Wiedergutmachung war für den FC Wacker Innsbruck II nach der zu hohen 1:4 Niederlage nur 48 Stunden zuvor gegen den FC Kufstein angesagt. Die abstiegsbedrohte SVG Reichenau, der sich am Tivoli W1 bei unwirtlichen Wetterbedingungen eingefunden hatte, kam Wacker am Dienstagabend gerade recht: Mit einem knappen 3:2 gelang der erhoffte Befreiungsschlag.

      Aggressive Reichenauer machen Druck

      Windig und eiskalt präsentierte sich der Tivoli W1 den etwa 300 Zuschauern, einen heißen Tanz lieferten hingegen die Ex-Wackerspieler im Dress der SVG Reichenau ihren jüngeren Nachfolgern: Mit Daniel Einkemmer, Christian Kellner, Florian Schwarz, Niklas Lercher, Markus Seelaus standen gleich fünf Schwarz-Grüne der Startformation, Önder Nazli drückte zusätzlich die Ersatzbank der Gäste. Diese setzten auf ihre Zweikampfsträke und versuchten dem Heimteam das gewohnt gepflegte Kurzpassspiel sofort zu verderben. Wacker kam nur zu Beginn zu einer Torchance, als Manuel Gstrein nach einer Flanke von Alexander Fröschl fast die frühe Führung erzielt hätte (8.).

      Kick and Rush setzt sich durch

      Mit Fortdauer der ersten Spielhälfte kamen immer mehr die Gäste mit ihren schnellen, auf langen Bällen beruhenden Vorstößen gefährlich vors schwarz-grüne Tor. Trainer Roland Ortner wurde an der Outlinie zunehmend lauter und musste mitansehen, wie zunächst Mladen Kaloperovic noch in extremis bei einer Freistoßflanke retten konnte (22.). Wenig später schepperte es doch noch im Wackertor: Florian Schwarz brachte mit einem langen Ball Christian Kellner ins Spiel, der zum 0:1 einschoss (38.). Der FC Wacker Innsbruck war deutlich angezählt - nichts wollte im Spiel gelingen und nun lief man auch noch einem Rückstand nach.

      Wacker beweist Effizienz

      Plötzlich kam aus dem Nichts die Wende des Spiels: Wacker spielte einmal einen langen Ball, fand Manuel Gstrein, der mit einem platzierten Schuss zum überraschenden 1:1-Ausgleich traf (42.). Alexander Fröschl hätte aus einem Konter fast noch vor der Pause die Partie gedreht, sein Schuss von der Strafraumgrenze strich jedoch knapp übers Tor. Auch nach der Pause war Wacker plötzlich hellwach: Kapitän Thomas Grumser brachte eine Ecke zur Mitte, Mladen Kaloperovic gewann das Kopfballduell und stellte aus kurzer Distanz auf 2:1 (47.). Benjamin Schaber setzte quasi vom Anstoß weg Manuel Gstrein ein, der überlegt zum 3:1 einschoss (50.). Die Partie war gedreht und alle Wackerianer hofften auf eine ruhige und sichere Endphase - es sollte anders kommen.

      Das große Zittern beginnt

      Die arktische Kälte am Tivoli W1 schlug doch noch zu: Wacker ließ sich vom dritten Treffer binnen zehn Minuten einfrieren und vergaß, selbst Akzente im Spiel zu setzen. Folgerichtig kam die Reichenau langsam wieder auf und durfte nach einem Eckball über den 3:2-Anschlusstreffer durch Florian Schwarz jubeln (63.). Bei Wacker musste hingegen Manuel Gstrein mit Knieproblemen vom Platz, das wackere Offensivsspiel kam spätestens an dieser Stelle endgültig zum Erliegen. Es bleib also nur noch das Spiel gegen die Zeit, das Wacker am Ende irgendwie gewann. Einerseits, weil Fabian Schumacher mehrfach seine Klasse zeigte, andererseits weil der SVG Reichenau der Druck des Gewinnen-Müssens doch in einigen Situationen klar anzusehen war. So schoss Routnier Christian Kellner nach einem abgerissenen Abschlag von Fabian Schumacher völlig unbedrängt den letzten Verteidiger Fabian Hafner an, obwohl das ganze Tor leergestanden hätte (84.).

      „Endlich wieder drei Punkte" sind wohl das wichtigste Faktum für den FC Wacker Innsbruck II beim Stadtderby gegen die SVG Reichenau. Spielerisch konnte man an diesem Tag nicht glänzen, aber immerhin den etwas glücklichen Vorsprung irgendwie über die Zeit retten. Am Samstag sind gegen den Tabellenletzten FC Höchst die nächsten drei Punkte quasi eingeplant, auch wenn es für Wacker II heuer nur mehr um die sprichwörtliche goldene Ananas geht.

      Spieldaten:

      FC Wacker Innsbruck II - SVG Reichenau 3:2 (1:1)
      Tivoli W1, 300 Zuschauer
      Schiedsrichter: Danler

      FC Wacker Innsbruck II: Schumacher; Wildauer, Kaloperovic, Hafner, Jamnig; Schaber, Nimmervoll, Grumser, Fröschl; Gilewicz (62. Wörgetter), Gstrein (67. Krismer)

      SVG Reichenau: Macheiner; Einkemmer, Buchacher, Mader, Rauth; Lebeda, Duran, Seelaus, Lercher (76. Curcic); Schwarz, Kellner

      Torfolge: 0:1 Kellner (38.), 1:1 Gstrein (42.), 2:1 Kaloperovic (47.), 3:1 Gstrein (50.), 3:2 Schwarz (63.)

      Verwarnungen: Gstrein, Nimmervoll; Buchacher, Schwarz, Seelaus

       
      Über den Autor Julian Fuchs Ein anderer Fußball ist möglich! Weg vom Kommerz, hin zu echter Identifikation mit seinem Verein..
       
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