Von der weiteste Reise innerhalb der Bundesliga kommen die wackeren Damen leider mit leeren Händen zurück. Mit einer knappen Niederlage gibt es diese Saison gegen die Burgerländerinnen keine Punkte. Dafür darf das zweite Damenteam am Sonntag auswärts gegen Wolfern jubeln und mit drei Punkten die Heimreise antreten.

 

20 Stunden Strapazen ohne Lohn

Erst sehr knapp vor Spielbeginn erreichen die Damen des FC Wacker Innsbruck den Sportplatz in Olbendorf, weil sich die ohnehin lange Anreise durch eine Unfallsperre noch mühsamer gestaltet. Die Besprechung muss noch im Bus erledigt werden, das Aufwärmen gestaltet sich kurz, der Anpfiff naht schon. Eine optimale Vorbereitung ist das nicht, wenn man bereits seit sechs Uhr in der Früh unterwegs ist. So finden die Damen des FC Wacker Innsbruck nur sehr schwer in das Spiel gegen die Burgenländerinnen. Nach den ersten dreißig Minuten, die sehr ausgeglichen verlaufen, beginnen die Schwarz-Grünen langsam das Kommando zu übernehmen, erarbeiten sich die eine oder andere gute Möglichkeit, ohne allerdings wirklich gefährlich zu werden. Die Abwehr der Burgenländerinnen steht meist dicht gestaffelt und macht ein Durchkommen sehr schwer. Die Gegnerinnen versuchen vor allem mit steilen, langen Bällen in Richtung wackeres Gehäuse zum Erfolg zu kommen. So fallen in der ersten Spielhälfte keine Treffer.

Am Spielcharakter ändert sich auch nach der Pause wenig. Die wackeren Damen haben mehr Ballbesitz, sind optisch überlegen, bringen allerdings keine zwingenden Torchancen zustande. Man rechnet schon mit einem torlosen Unentschieden, da kommt ein Freistoß in den 16er unserer Damen, der Ball wird mit dem Rücken abgefälscht und landet vor den Beinen von Stefanie Schneeberger, die das entscheidende Tor erzielt. Torfrau Franziska Klotz, die die an einer Fingerverletzung leidende Jasmin Pal vertritt, ist ohne Abwehrmöglichkeit. Auch die Angriffsbemühungen unserer Damen bleiben unbelohnt. So geht das Abenteuer „Südburgenland“ um zwei Uhr nachts in Innsbruck zu Ende.

Fazit: Eine unglückliche und sicherlich auch den speziellen Umständen geschuldete Niederlage ist ein kleiner Rückschlag und eine Enttäuschung für das Bundesligateam und seine Trainer. Im am kommenden Samstag stattfindenden Heimspiel gegen LUV Graz möchte sich das Team für seinen Einsatz wieder belohnen.

Spieldaten:
Frauen-Bundesliga, 12. Runde
FC Südburgenland : FC Wacker Innsbruck 1:0 (0:0)
Samstag, 16. April 2016, 15 Uhr, Olbendorf, 50 Zuschauer
SR: Daniel Steuber

FC Südburgenland: Bezsenyi; Koch, Megyeri, Talosi,Weber (Zwickl 61.), Schneeberger, Köppel, Marth (Gold 57.), Trimmel (Weber 78.), Strobl, Toth
FC Wacker Innsbruck: Klotz, Innerhofer, Triendl, Hochmuth, Appel, Prugger (Iraschko-Stolz 66.), Morscher (Luftensteiner 84.), Dengg, Hartlieb (Lackner 61.), Kranebitter, Fischer

Torfolge: 1:0 Schneeberger (80.)
Verwarnungen: keine

Damen II: Siegerstraße beibehalten

Manchen, auch in der Bundesliga tätigen Spielerinnen, hat man am Vortag die Reisestrapazen erspart, sie dürfen im zweiten Team in teils ungewohnter Rolle Spielpraxis sammeln. Die Vorgabe des Pressings der Trainerin kann in den ersten zwanzig Minuten nicht umgesetzt werden, im Gegenteil, das Spiel ist von beiden Teams sehr chaotisch. Man kommt an den entscheidenden Stellen nicht in die Zweikämpfe, wodurch sich jeweils Räume für den Gegner eröffnen. So gelingt es in der Anfangsphase des Spiels dem Heimteam zweimal sehr gefährlich vor das von Johanna Scheiber gehütete Tor zu kommen, jedoch kann ein Gegentreffer durch gute Paraden sowie zweimaliges Klären auf der Linie durch Nadine Malle verhindert werden. Nach diesem Weckruf gelingt es dem zweiten Damenteam des FC Wacker Innsbruck immer besser ins Spiel zu finden: Nach mehreren Halbchancen wird Sarah Lackner knappe zwanzig Meter vor dem gegnerischen Tor gefoult, den fälligen Freistoß verwandelt Zerina Kovac – abgefälscht durch die Mauer – zur 0:1 Pausenführung.

Ab Anbeginn der zweiten Hälfte zeigen die Wackermädels ein anderes Gesicht, es gelingt ein ruhiger Spielaufbau, der Ball wird zunehmend in den eigenen Reihen gehalten und die Spielanteile klar in die gegnerische Hälfte verlegt. Die Flügel bindet man viel mehr ins Spiel ein und oft kann Wolfern die schwarz-grünen Angriffe nur durch Fouls stoppen, weswegen einige gegnerische Spielerinnen verwarnt werden. Hier sei dem Schiedsrichterteam ein Kompliment für die souveräne Leistung ausgesprochen, so die Trainerin. Einige schöne Spielzüge bringen keinen zählbaren Erfolg, dann aber fällt die Vorentscheidung nach einer gelungenen Kombination: Sarah Schwaninger setzt sich am rechten Flügel durch, bringt den Ball zentral auf Magdalena Nagele, die mit Übersicht mit einem Lochpass in die Tiefe Sarah Lackner findet, welche überlegt ins rechte Eck abschließt. In der 82. Minute kommt Wolfern mit einem Konter gefährlich vors Tor, Tamara Rofner klärt im Rutschen den Ball noch vor der Linie. Den Schlusspunkt setzt abermals Sarah Lackner, welche nach einem Kovac-Freistoß den Ball im 16er annimmt, und aus der Drehung zum 0:3 verwertet.

Fazit: Trotz der schwachen Anfangsphase ein verdienter Sieg, resümiert die zufriedene Trainerin. Somit schließen die Nachwuchshoffnungen bis auf zwei Punkte zu Wals auf, das den vierten Platz in der Tabelle belegt.

Spieldaten:
2. Liga Mitte/West, 15. Runde
Wolfern : FC Wacker Innsbruck 1b 0:3 (0:1)
Sonntag, 17. April 2016, 14 Uhr, Sportplatz Union Wolfern, 100 Zuschauer
SR: Daniel Postlbauer

Wolfern: Jankova, Mai, Schneider, Just, Hartmann, Schneiber, Angerer, Kaltenböck, Leimer, Schausberger, Aichmayr (Greinöcker 62.)

FC Wacker Innsbruck 1b: Scheiber (Riedlsperger 46.), Malle, Rieder (Knödler 74.), Suppersberger, Rofner, Both (Deutschmann 69.), Schwaninger, Kovac, Nagele, Pal, Lackner

Torfolge: 0:1 Kovac (33.), 0:2 Lackner (76.), 0:3 Lackner (84.)
Verwarnungen: Just (25.), Schneider(31.), Kaltenböck (54.), Greinöcker (84.); Riedlsperger (46.)

Partner:

Tiroler Wasserkraft
Hypo Tirol
Innsbrucker Kommunalbetriebe AG
Olympiaworld
Tirol Werbung
Tiroler Tageszeitung
iDM
Hypo Leasing
Nike + 11Teamsport
Admiral Sportwetten
Flughafen Innsbruck
GWO
Stasto
Zipfer Bier
Scarecrow
UNIQA

Bewerbssponsoren:

toto
Laola1
ORF
Planet Pure