Mit dem Wissen um die eigene Stärke blickt Tanaskovic Richtung Frühjahrmeisterschaft Mit dem Wissen um die eigene Stärke blickt Tanaskovic Richtung Frühjahrmeisterschaft

Donnerstagabend, kurz vor 20:00 Uhr. Tatort: Wiesengasse. Bei frostigen Temperaturen gibt Damenkampfmannschaftstrainer Zoran Tanaskovic Trainingsanweisungen und alle ziehen vollmotiviert mit. Spätestens am Samstag soll sich dieser Trainingseifer bezahlt machen. Im Interview mit der Online Redaktion lässt Zoran Tanaskovic neun Wochen Vorbereitung Revue passieren und wagt einen vorsichtigen Blick in die Zukunft.

Online Redaktion:
Zoran, am Samstag startet ihr auswärts gegen den österreichischen Vizemeister LUV Graz in die Frühjahrssaison. Wie froh seid ihr, dass die Meisterschaft endlich losgeht?

Zoran Tanaskovic: Natürlich sind wir froh, dass die Meisterschaft endlich losgeht. Die Vorbereitung war mit über neun Wochen sehr lang. Außerdem waren die Bedingungen nicht immer leicht für die Mädels. Dennoch haben sie immer versucht voll mitzuziehen und so gesehen freuen wir uns alle auf die erste Partie in Graz.

Online Redaktion: Neun Wochen Vorbereitung ist ein sehr langer Zeitraum. Welche Schwerpunkte habt ihr in dieser Zeit gesetzt?

Zoran Tanaskovic: Spielerische Akzente, ganz klar. Wir wollen und müssen uns fußballerisch verbessern. Körperlich zählen wir aktuell ganz sicher zu den besten Mannschaften in Österreich.

Online Redaktion: Während eurer Vorbereitung hattet ihr auch ein Trainingslager am Gardasee. Ein Trainingslager, von dem ihr euch mehr erwartet habt?

Zoran Tanaskovic:
Zunächst waren wir froh, dass wir überhaupt ein Trainingslager absolvieren durften, wenn auch die äußeren Umstände alles andere als optimal waren. Vormittags war der Platz immer gefroren und nachmittags immer matschig. Wir haben uns sicherlich was anderes erhofft, aber gegen das Wetter kannst du halt nichts machen.

Online Redaktion:
Im Rahmen dieses Trainingslagers habt ihr gegen die europäische Spitzenmannschaft CF Bardolino ein Testspiel absolviert. Welche Erkenntnisse kann man aus einem solchen Spiel ziehen?

Zoran Tanskovic:
Man hat gesehen wie europäischer Spitzenfrauenfußball funktioniert, was alles möglich wäre. Vor allem wenn man bedenkt, welche Voraussetzungen die Italienerinnen haben. Das sind Voraussetzungen, die haben bei uns nicht mal die Männer. Bardolino verfügt über ein eigenes Stadion, ein eigenes Trainingsgelände, außerdem war ein eigenes Fernsehteam beim Freundschaftsspiel gegen uns dabei. Das ist schon eine eigene Welt. Sportlich nutzte der italienische Meister und Champions League Halbfinalist an diesem Tag jede Schwäche von uns. Man sollte aber auch erwähnen, dass das Ergebnis ein wenig trügt (Anm. d. Red.: Das Spiel ging mit 0:8 verloren). Immerhin standen die Italienerinnen mitten im Meisterschaftsbetrieb und wir waren nach dem anstrengenden Trainingslager ein wenig ausgepumpt.

Online Redaktion: Erstmals mit dabei war auch Christian Hummer, seines Zeichen Mentaltrainer. Wie wichtig ist es für dich auf Leute wie Christian zurückgreifen zu können?

Zoran Tanaskovic: Unheimlich wichtig! Man kann als Trainer in der heutigen Zeit nicht mehr alle Bereiche abdecken. Christian ist ein wesentlicher Bestandteil des Trainerteams. Er ist aber nicht nur im mentalen Bereich eine wichtige Person, sondern auch eine Ansprechperson für die Mädels, so eine Art Psychologe für die Mannschaft.

Online Redaktion: Apropos Psychologe. Ich habe vor kurzem in einem Interview mit dem deutschen Biathlon Damen Trainer Uwe Müssiggang gelesen, dass man generell mit Frauen im Sport anders umgehen muss als mit Männern. Inwieweit kannst du diese Aussage bestätigen?

Zoran Tanaskovic:
Ich bin seit mittlerweile drei Jahren Damentrainer und kann diese Aussage nur bestätigen. Abgesehen davon sollte man auch erwähnen, dass man Frauenfußball und Männerfußball nicht vergleichen soll. Die Männer sind, wie in vielen anderen Sportarten, den Frauen in Bereichen wie Dynamik oder Athletik überlegen. Dennoch wird auch bei den Frauen sehr aggressiv und körperbetont gespielt. Davon kann sich jeder bei unseren Bundesligaheimspielen ein Bild machen.

Online Redaktion: Zurück zum Frühjahrsauftakt: Am Samstag geht es in Graz gegen den Vizemeister LUV. Mit welcher Erwartungshaltung geht ihr in das Spiel?

Zoran Tanaskovic: Es fehlt mit Aysel Ahmedova unsere Stammtorfrau, Ersatzfrau Daniela Iraschko verweilt derzeit noch in Japan beim Konti-Cup der Schispringerinnen. Natalija Batrovic wird ihr Debut im Tor geben. Außerdem steht hinter Verena Nagl noch ein Fragezeichen, ob sie nach ihrem Meniskusriss auch wirklich einlaufen kann. Dennoch, wir wollen ein gutes Spiel machen. Ich bin überzeugt, dass wenn wir unser Spiel spielen, wir auch etwas mitnehmen können. Im Herbst konnten wir gegen Graz gewinnen und da waren wir auch nicht komplett.

Online Redaktion:
Eine abschließende Frage: Welche Ziele habt ihr euch für das Frühjahr im Cup und in der Meisterschaft gesetzt?

Zoran Tanaskovic:
Im Cup wollen wir so weit wie möglich kommen und in der Meisterschaft sind wir aktuell Dritter mit zwei Punkten Abstand hinter Neulengbach. Da gibt es nur ein Ziel. Aber sagen wir so, wir sind aktuell Dritter und da möchte man zumindest Zweiter werden. Großer Favorit auf die Schale bleibt aber ganz klar Neulengbach. Die sind uns in vielen Bereichen noch voraus.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Glück in Graz


Hier noch ein paar Impressionen aus dem Trainingslager:



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