Der Frühjahrsauftakt der Wacker-Damen könnte ambivalenter kaum sein. Zum einen zeigte man in der Bundesliga eine starke Leistung gegen den Rekordmeister, musste sich aber unglücklich geschlagen geben. Zum anderen fuhr man einen Auswärtsieg in der 2. Liga ein, der von einer Verletzung überschattet wurde.

 

FCW-Damen: Föhn als Spielverderber

Bevor die Wacker-Damen in der Bundesliga auf Rekordmeister Neulengbach trafen, wurden die verdienten Spielerinnen Tamara Rofner (Karriereende) und Lisa Appel (Wechsel nach Deutschland) verabschiedet. Danach begannen die Wackerianerinnen wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Bei starkem Wind, der später noch eine Rolle spielen sollte, kamen die Gastgeberinnen gleich in der ersten Minute zu guten Chancen. Zunächst schloss Lena Triendl einen Vorstoß mit einem Schuss knapp neben das Tor ab, danach fing Shiho Tomari einen verunglückten Rückpass ab, scheiterte aber an Neulengbach-Torfrau Zink. Vom Rekordmeister aus Niederösterreich war in der ersten Halbzeit wenig zu sehen. Zu druckvoll gingen die Gastgeberinnen zu Werke. Die Gäste versuchten mit Weitschüssen zum Erfolg zu kommen, doch FCW-Neuzugang Carolin Grössinger im Tor hatte vorerst damit keine Probleme. Die Wacker-Damen kamen ihrerseits zu einigen guten Chancen. Tomari konnte in der 13. Minute nach einem Steilpass in letzter Sekunde noch vom Ball getrennt werden. Die agile Wacker-Stürmerin eroberte auch in der folgenden Situation den Ball, setzte Triendl in Szene, an deren Flanke in den Strafraum Maria Plattner nur um haaresbreite vorbeisegelte. Neulengbach kam nach 20 Minuten erstmals gefährlich vors Tor, Mittermair strauchelte aber und die FCW-Abwehr konnte die Situation bereinigen. Auf der anderen Seite sorgte FCW-Kapitänin Anna Innerhuber mit ihren Pässen in die Tiefe immer wieder für gute Angriffe. Die Abschlüsse von Triendl und Tomari fielen aber zu unpräzise aus. In der 35. Minute kam Neulengbach noch einmal gefährlich in den FCW-Strafraum, doch Eva Maria Dengg machte den Angriff zunichte. Im direkten Gegenzug zündete Carina Widauer den Turbo und schloss mit einem guten Schuss, der knapp am Tor vorbeistrich ab. In den Schlussminuten der ersten Hälfte versuchten es die Wacker-Damen aus der Distanz. Zunächst hämmerte Widauer einen Schuss knapp übers Tor, ehe Marin Fujisawa Zink nach einem Freistoß zu einer Parade zwang.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Wackerianerinnen weiter spielbestimmend, doch sowohl Plattners als auch Tomaris Torschüsse wurden geblockt. In der 56. Minute trat Fujisawa zum Freistoß an, den sie an die Querlatte nagelte. Eine Minute später wurde Tomari steil geschickt, doch Zink konnte auch diesen Angriff parieren. Danach wurde der starke Föhnwind zum Spielverderber für die Schwarz-Grünen. Gumpenberger zog aus großer Distanz ab, der Ball wurde immer länger und länger und schlug schließlich über Grössinger im Tor der Wacker-Damen ein (61.). Entgegen dem Spielverlauf geriet man in Rückstand und dieser hatte Folgen. Neulengbach bestimmte plötzlich das Geschehen und kam durch Mittermair zu weiteren guten Möglichkeiten, die Grössinger aber parierte. Erst in der Schlussphase besannen sich die Wackerianerinnen wieder ihrer Stärken. In der 84. Minute schickte Plattner Stürmerin Tomari steil, doch Neulengbach brachte den Ball in letzter Sekunde aus dem Gefahrenbereich. Die Schwarz-Grünen warfen alles nach vorne. Triendl erkämpfte sich in der 90. Minute den Ball im Strafraum, Tomaris Torschuss wurde aber geblockt. Bei der anschließenden kurz abgespielten Ecke flankte Plattner zur Mitte, wo Dengg per Kopf zur Stelle war, doch Zink konnte den Ball noch von der Linie kratzen. Die letzte Aktion des Spiels leitete Valentina Kröll mit einer guten Flanke auf Johanna Morscher ein, doch auch ihr Kopfball strich knapp am Tor vorbei.

Spieldaten:
Planet Pure Frauen Bundesliga, 10. Runde
FC Wacker Innsbruck Damen - SV Neulengbach 0:1 (0:0)
Sonntag, 17.03.2019, 13.00 Uhr
Kunstrasen Reichenau
Schiedsrichterin: Cindy Zeferino de Oliveira
100 Zuschauer

FC Wacker Innsbruck Damen: Grössinger, Kröll, Dengg, Triendl, Schwaninger (64. Hochmuth), Tomari, Plattner, Innerhuber, Fujisawa, Lukacova (81. Morscher), Widauer (73. Hartlieb)

SV Neulengbach: Zink, Wenger, Gumpenberger (81. Puskarevic), Mittermair, Hickelsberger Füller, Fellhofer, Gstöttner, Kremener (58. Ikerner), Schneider, Milovanovic, Masinovic (71. Dordic)

Tor: 0:1 Gumpenberger (61.)

Verwarnungen: Lukacova bzw. Schneider, Milovnovic

FCW-Damen II: Revanche geglückt

Beim Auswärtsspiel in Röthis gegen FFC Vorderland II gingen die Wacker-Damen von Beginn an sehr engagiert ans Werk, wollte man sich doch für die Heimniederlage gegen den selben Gegner im Herbst revanchieren. Mit intensivem Pressing schloss man den Gegner in dessen eigener Hälfte nahezu völlig ein. Es dauerte aber bis zur 11. Minute, ehe die Wackerianerinnen die erste nennenswerte Torchance hatten. Mit Fortdauer des Spiels wurden die Offensivbemühungen erhöht. Ein ums andere Mal kam man gefährlich vor das Tor, doch im Abschluss agierte man unglücklich. Bestes Beispiel dafür war der Angriff kurz vor Ende der ersten Halbzeit: Andrea Glibo setzte sich auf der Außenbahn durch, passte ideal in den Rückraum auf Antonia Hintner, die den Ball aber nicht im Tor unterbrachte. So ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Der Beginn der zweiten 45 Minuten stand ganz im Zeichen der Gastgeberinnen, die nun mutiger zu Werke gingen. Doch es dauerte nur gut fünf Minuten, ehe die Wackerianerinnen wieder das Heft des Handelns in der Hand hatten. Weiterhin blieben die Angriffbemühungen der Schwarz-Grünen unbelohnt. Zu unkonzentriert und unentschlossen war man vor dem Tor. Nach einer Stunde wurde das System etwas adaptiert und es eröffneten sich mehr Räume über die Außenbahnen. Mit den Einwechslungen von Julia Stor und Christine Wiedmayr kam neuer Schwung in die Partie. Ein ums andere Mal kam man in aussichtsreiche Position, doch der Ball wollte scheinbar nicht ins Tor. Neuzugang Sophia Reiss musste nach einem schweren Foul in der 73. Minute verletzungsbedingt das Feld verlassen. (An dieser Stelle wünschen wir Sophia gute Besserung und baldige Genesung!) Fünf Minuten später war es dann aber soweit: Lilli Purtscheller bekam den Ball im linken Mittelfeld, zog in die Mitte und nutzte den sich zum Tor öffnenden Raum ideal aus. Sie schob den Ball eiskalt und überlegt an der Torfrau vorbei ein. Die Führung gab zusätzlichen Schub und als Wiedmayr nach schönem Spielzug Stürmerin Glibo ideal in Schussposition brachte, war das Spiel entschieden (2:0, 83.). Kurz vor Schluss hatten die Wackerianerinnen noch gute Gelegenheiten das Ergebnis zu erhöhen, doch es blieb beim 2:0-Auswärtssieg.

Spieldaten:
2. Liga Mitte/West, 9. Runde
FFC Fairvesta Vorderland II - FC Wacker Innsbruck Damen II 0:2 (0:0)
Sonntag, 17.03.2019, 14.00 Uhr
Kunstrasen Röthis
Schiedsrichter: Dragan Jovanovic
50 Zuschauer

FFC Fairvesta Vorderland II - FC Wacker Innsbruck Damen II: Neuner, Fritsch (46. Amann), Gort, Knünz, Schwarzl, Rauch, Decker, Töchterle (61. Sipura), Schedler, Schäfler, Kranz

FC Wacker Innsbruck Damen II: Zangerl, Both (69. Wiedmayr), Karbon, Purtscheller, Briese, Rieder, Reiss (73. Plunser), Hintner (61. Stor), Glibo, Pittl, Mayer

Torfolge: 0:1 Purtscheller (78.), 0:2 Glibo

Verwarnungen: keine

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