Der Austria will man am Samstag wieder ein Bein stellen
Nachdem das Auftaktspiel gegen die Salzburger Bullen den widrigen Temperaturen zum Opfer fiel, kommt nun mit der Wiener Austria der erste Topklub im neuen Jahr in das Tivoli Stadion Tirol. Gegen die Elf vom Verteilerkreis hat unser FC Wacker Innsbruck einmal mehr die Möglichkeit, den Anschluss an das Spitzenfeld zu schaffen.

Alles neu in Favoriten

Während die Winterpause in Innsbruck ruhig und gesittet über die Bühne ging, blieb bei den Veilchen personell kaum ein Stein auf dem anderen. Mit dem Abgang von Nacer Barazite in das Fürstentum Monaco und Zlatko Junuzovic zu Werder Bremen brach der Austria kurzfristig die wichtige Offensivachse weg. Diesen Verlust sollen nun Tomas Simkovic von Wr. Neustadt und Roman Kienast aus Graz möglichst kompensieren. Gerade dem Neuzugang von Sturm bereitet die violette Fangemeinde aufgrund dessen Rapid-Lastigkeit aber nach wie vor grobe Integrationsprobleme. Die wichtigste Änderung vollzog sich allerdings auf der Trainerbank: Mit Karl Daxbacher musste überraschend ein Austria-Urgestein seinen Platz räumen. Mit Ivica Vastic, der bisher die Ostliga-Mannschaft der Veilchen coachte, soll heuer frischer Wind in die zum Ende des letzten Jahres eher unglücklich agierenden Wiener kommen. Denn aus den letzten acht Spielen unter Daxbacher holte die Austria gerade mal einen Sieg.

Schwach gestartet

Dass aber nicht alle Veränderungen gleichzeitig positive Folgen haben, zeigen die Leistungen der Austria im neuen Jahr. Zwar ließ der 2:0-Auftakterfolg gegen Ried frohlocken, das äußerst dürftige Remis im Wiener Derby bremste die Euphorie jedoch schnell wieder. Bisheriger Tiefpunkt war die 0:1-Heimniederlage der Violetten gegen Kapfenberg, das erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder bei der Austria gewinnen konnte. Fraglich ist auch, wie sich der Trainerwechsel auf die Leistungen von Ex-Kapitän Roland Linz auswirkt, der unter Karl Daxbacher immer öfter mit Schwierigkeiten klarkommen musste. Die Formkurve der Austria geht demnach nicht konsequent aufwärts. Dennoch gilt: Gefährlich war Elf vom Verteilerkreis auch zuletzt gegen Kapfenberg. Zwar stand die Vastic-Elf am Ende mit null Punkten da, sie hatte aber wesentlich mehr Anteile am Spiel.

Zwei Spiele, zwei Punkte

Auch wenn Violett als favorisiertes Team in die Duelle mit unserem FC Wacker Innsbruck ging, ist die Ausbeute für die Vastic-Elf denkbar gering. Denn bei beiden Aufeinandertreffen in dieser Saison gab es bisher noch keinen Sieger. Im Juli 2011 trennten sich Wacker Innsbruck und die Austria torlos 0:0. Die Schwarz-Grünen waren zwar über weite Strecken der Partie die wesentlich aktivere Mannschaft, scheiterten aber an der eigenen Abschlussschwäche. Exemplarisch dafür stand Christopher Wernitznig, der in der Schlussminute den Matchball am Fuß hatte, aber an Pascal Grünwald scheiterte. Die Neuauflage in der Generali-Arena drei Monate später stand schon unter dem Zeichen des „Gegentorfluchs" in den letzten Spielminuten. Nachdem die Kogler-Elf durch Tore von Hackmair und Schütz schon nach einer halben Stunde 2:0 in Führung lag, kämpften sich die Wiener in Hälfte Zwei durch einen Treffer von Liendl ins Spiel zurück. Eine hektische Schlussphase krönte schließlich Zlatko Junuzovic mit dem 2:2-Ausgleich in der Nachspielzeit. Besonders bitter dabei: Nur wenige Minuten zuvor parierte Szabolcs Safar einen durch Barazite getretenen Elfmeter.

Anlass zur Hoffnung

Mit nur drei Torschüssen im Auswärtsmatch in Wiener Neustadt lieferte der FC Wacker Innsbruck einen vereinsinternen Minusrekord in dieser Saison ab, den Walter Kogler auch deutlich kristisierte. Dass trotz der mageren Offensivvorstellung der Mannschaft auch positive Aspekte im Spiel zu finden waren, darf allerdings nicht verschwiegen werden. Denn mit gerade einmal einem Gegentreffer in 2012 stehen die wackeren Abwehrreihen bisher sehr geschlossen - und sollen dies auch gegen die Wiener Austria bleiben. Für den Tiroler Traditionsverein spricht zudem die Tatsache, dass man mittlerweile jahresübergreifend seit fünf Spielen ungeschlagen ist. Gute Voraussetzungen also, um gegen die Austria weitere wichtige Punkte gut zu machen und das Feld von hinten aufzurollen. Mit einem vollen Erfolg kann der FCW nach Verlustpunkten sogar an den Wienern vorbeiziehen.

Spieldaten:
tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile, 23. Runde
FC Wacker Innsbruck - FK Austria Wien
Samstag, 3. März 2012, 18:30 Uhr
Tivoli Stadion Tirol, Innsbruck
SR Mag. Oliver Drachta

 

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