Carlos Merino hat die nächste Cup-Runde im VisierCarlos Merino hat die nächste Cup-Runde im Visier
Zur Abwechslung vom Liga-Alltag trifft die Mannschaft von Walter Kogler im Achtelfinale des ÖFB-Samsung-Cups auf den SV Grödig. Gegen die Salzburger werden Erinnerungen an gemeinsame Erstliga-Zeiten wach.

Lang ist es her

Im ersten Jahr der Innsbrucker Zweitklassigkeit, 2008/2009, standen sich beide Teams insgesamt drei Mal gegenüber, bevor Grödig seinerseits in der Regionalliga abstieg und für ein Jahr aus dem Profifußball verschwand. Ein 3:1-Arbeitssieg gegen die Salzburger im August 2008 trug seinen Teil zu einem gelungenen Einstand in der Ersten Liga bei. Ganz anders präsentierte sich Wacker Innsbruck schließlich wenige Monate später in der Untersbergarena: Ein Doppelschlag von Diego Viana, der Grödig für ein einjähriges Bundesliga-Intermezzo bei Wiener Neustadt verließ, ließ die Schwarz-Grünen nach dem 1:2 mit leeren Händen heimkehren. Kurz vor Schluss des ersten wackeren Zweitligajahres revanchierte sich die Truppe von Walter Kogler mit einem 3:2-Erfolg. Schon nach zehn Minuten stand es dank Marcel Schreter und Fabiano 2:0 im zweiten Gastspiel im Salzburger Süden.

Im gesunden Mittelfeld

In seinem zweiten Erstliga-Jahr in Folge hat sich der SV Grödig weitestgehend akklimatisiert. Die Saison 2010/2011 schloss man gesichert auf dem sechsten Rang ab. Auch heuer schaut es für die Salzburger gut aus, zwar ging der Saisonauftakt mit zwei Niederlagen gegen Austria Lustenau und WAC/St. Andrä einigermaßen daneben. Dafür rehabilitierte sich die Elf von Heimo Pfeifenberger wenig später mit drei Siegen in Folge gegen Hartberg, den FC Lustenau und die Vienna. Den bisherigen Höhepunkt dieser Saison markierte aber eher der 23. August 2011: In der Altacher Cashpoint-Arena siegte man mit 2:1 und fügte den Vorarlbergern damit die bis dato letzte Niederlage zu.

Ein Wiedersehen

Neben dem in heimatliche Gefilde zurückgekehrten Ernst Öbster stehen noch zwei weitere Akteure im gegnerischen Kader, die schon einmal in Schwarz-Grün aufliefen. Öbster selbst sorgte vor zwei Wochen mit seinem ersten Tor für den neuen Verein für ein 1:1-Unentschieden gegen die Vienna. Auch Sebastian Siller und Marcus Hanikel waren früher am Tivoli zu Hause. Siller spielte bis 2009 in der Premierensaison für Wacker II in der Tiroler Liga und fand über Rapid und Wattens den Weg nach Grödig. Marcus Hanikel leistete von der Neugründung 2002 bis zur Winterpause 2003/2004 seinen Beitrag zum Durchmarsch zurück in die Bundesliga und wechselte schließlich zum FC Lustenau.

Frustbewältigung

Ein Cupspiel, das vielleicht zu keinem besseren Zeitpunkt hätte kommen können: Nach der schmerzhaften Last-Minute-Niederlage in der Südstadt kann die Elf von Walter Kogler schneller als gedacht wieder Selbstvertrauen tanken. Gerade die Möglichkeit, außerhalb der Bundesliga weiter im Geschäft zu bleiben und im Cupbewerb zu überwintern, setzt möglicherweise neue Kräfte frei. Das Viertelfinale des ÖFB-Cups wird schließlich erst im April 2012 stattfinden.

Informationen zum Spiel

Zum Spiel gegen Grödig sind lediglich die Nord- und Westtribüne geöffnet. Da Abokarten für den Cupbewerb keine Gültigkeit besitzen, können Tickets im Vorverkauf (Wackerladen, Club Management, Ö-Ticket-Verkaufsstellen und alle Tiroler Raiffeisenbank-Filialen) erworben werden. Die Abendkassa vor der Nordtribüne öffnet um 17:00 Uhr. Weitere Informationen zum Cupspiel am Dienstag findet Ihr hier.

Spieldaten:

ÖFB-Samsung-Cup, Achtelfinale
FC Wacker Innsbruck - SV Scholz Grödig
Dienstag, 25. Oktober 2011, 19:00 Uhr
Tivoli Stadion Tirol, Innsbruck
SR Mag. Oliver Drachta

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