Im Achtelfinale des UNIQA ÖFB Cup gastierte der FC Wacker Innsbruck bei Sturm Graz und zeigte mit einem mutigen Auftritt auf. 

Duell auf Augenhöhe

Wie angekündigt setzten beide Trainer auf Rotation. FCW-Coach Daniel Bierofka bat erstmals in einem Pflichspiel Joao Soares auf. Daneben standen Alexander Gründler, Sunday Faleye, Markus Wostry und Florian Jamnig wieder in der Startelf. Nicht ganz so viele Veränderungen gab es bei den Grazern. Da vertraute Trainer Ilzer auf zwei Neue (Gazibegovic, Balaj). Vom Anpfiff weg zeigten die Innsbrucker, dass man keine Angst vor dem Bundesligisten hatte. Im Gegenteil, der FCW versuchte offensive Akzente zu setzen und hatte in der Anfangsphase mehr Spielanteile. Man ließ Ball und Gegner laufen, doch  Strafraumszenen gab es keine. In der 10. Minute versuchte sich Friesenbichler aus gut 20 Metern mit einem Freistoß, doch Marco Knaller hatte mit diesem Ball keine Probleme. Im direkten Gegenzug kombinierten sich die Schwarz-Grünen in den Strafraum der Hausherren, Sunday Faleye tanzte mehrere Gegenspieler aus und leitete auf Joao Soares weiter, der aus 14 Metern abzog. Sein Versuch strich knapp am Tor vorbei. Ein Klassenunterschied war nicht zu erkennen, im Gegenteil, die gefährlichere Mannschaft mit mehr Ballbesitz war der FC Wacker Innsbruck. Trotzdem blieben die Hausherren bei Kontern immer brandgefährlich, so tauchte Friesenbichler in der 19. Minute vor dem Tor auf, sein Querpass fand aber keinen Abnehmer. Nach 25 Minuten wurde das Spiel immer ausgeglichener. Beide Teams setzten sich gegenseitig mit kompromisslosen Pressing permanent unter Druck. Trotzdem konnten sich die Innsbrucker einige gute Möglichkeiten erarbeiten, wogegen die Grazer nur über Standards gefährlich wurden. Trotz der ungewohnten Startelf waren die Wackerianer mit dem Favorit aus Graz auf Augenhöhe.

Chancen für die Sensation waren da

Während der FC Wacker Innsbruck unverändert aus der Kabine kam, nahm Trainer Ilzer einen Wechsel in der Verteidigung von Sturm Graz vor.
Die erste Aktion nach Wiederanpfiff hatten die Innsbrucker durch einen Freistoß von Alexander Gründler, der von Balaj Richtung Tor abgefälscht wurde. Der Druck des Bundesligisten erhöhte sich nun aber deutlich. Die Wackerianer taten sich nun deutlich schwerer sich in der gegnerischen Hälfte festzusetzen. Doch in der 52. Minute packte Florian Jamnig die Schussstiefel aus und versuchte sich mit einem platzierten Gewaltschuss aus gut 20 Metern, der aber knapp am Gehäuse vorbei ging. Sechs Minuten später kombinierte sich der FCW in den Strafraum der Hausherren, Gründler legte auf Gallé ab, dessen Schuss geblockt wurde. Soares kam an den Abpraller, doch auch sein Abschluss ging übers Tor. Kurz darauf brachte Trainer Daniel Bierofka mit Atsushi Zaizen, Fabio Viteritti und Ronivaldo die Stammoffensive ins Spiel. Doch das Tor erzielte der Favorit, denn 
fast aus dem Nichts konnten sich die Grazer in der 68. Minute in den Strafraum kombinieren. Ausgerechnet Ex-Wackerianer Kuen bezwang Marco Knaller mit einem Schuss ins lange Eck. Die Schwarz-Grünen ließen sich vom Rückstand aber nicht aus dem Konzept bringen. Die Partie gestaltete sich nun sehr offen. Auf beiden Seiten kam man immer wieder zu Halbchance. Mit der Einwechslung von Markus Wallner löste Trainer Bierofka die Viererkette auf und gab das Signal auf volle Offensive. Die Grazer spielten in der letzten Viertelstunde ihre Defensiverfahrung aus der Bundesliga aus. Innsbruck versuchte den Ausgleich zu erzielen, blieb aber immer wieder in der Abwehr hängen. Sturm konterte geschickt, doch die Wackerianer verhinderten einen weiteren Gegentreffer.  
Trotz der knappen Niederlage durfte sich der FC Wacker Innsbruck mit breiter Brust aus dem Cup verabschieden. Die Chancen auf die Sensation waren auch in den zweiten 45 Minuten durch Jamnig und Soares vorhanden. Was bleibt ist, dass zwischen dem Vierten der Bundesliga und dem Sechsten der 2. Liga kein Unterschied zu erkennen war.  

Spieldaten: 
UNIQA ÖFB Cup, Achtelfinale
SK Puntigamer Sturm Graz - FC Wacker Innsbruck 1:0 (0:0)
Dienstag, 24.11.2020, 20.25 Uhr
Merkur Arena
Schiedsrichter: Alan Kijas

SK Puntigamer Sturm Graz: Siebenhandl - Wüthrich (46. Dante), Nemeth, Gazibegovic, Ingolitsch (65. Huspek) - Stankovic, Kuen, Hierländer, Ljubic (65. Jäger) - Balaj (65. Jantscher), Friesenbichler 

FC Wacker Innsbruck: Knaller - Hupfauf, Wostry, Grujcic, Kofler (77. Wallner) - Gallé, Conté, Soares (62. Ronivaldo) - Gründler (62. Viteritti), Faleye (62. Zaizen), Jamnig 

Tore: 1:0 Kuen (68.)

Gelbe Karten: Ingolitsch bzw. Soares, Kofler

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