Zum Start in die Regionalliga Tirol empfing Wacker Innsbruck II am Sportplatz Mieming den FC Kufstein. Nach neunmonatiger Fußballpause waren die Spieler heiß auf den Saisonauftakt - und es sollte ein stürmischer werden.

Kalte Dusche

Trainer Richard Slezak - der im Vorfeld darauf hinwies, dass seine junge Truppe noch Zeit benötige - schickte eine runderneuerte Elf auf den perfekten Rasen des Mieminger Sportplatzes. Angeführt von Kapitän Stefan Pribanovic standen sechs Neuzugänge in der Startelf. Von Beginn an versuchten die Wackerianer das Spiel zu gestalten. Kufstein präsentierte sich kompakt und Neo-Trainer Schellenberg vertraute auf eine Fünferkette im Defensivverhalten und schnelles Umschaltspiel. Dies hatte auch früh Erfolg, denn nach zwei guten Vorstößen der Wackerianer kam im Gegenzug der lange Pass von Schlichenmaier ideal in den Lauf des wieselflinken Sadler. Der Legionär aus Deutschland traf zunächst nur die Stange, von wo der Ball wieder ins Feld zurücksprang, doch sein Nachschuss bezwang schließlich FCW-Schlussmann Peter Weiss (6.). Das war nicht jene kalte Dusche, die man bei 33 Grad gerne hat.
Trotzdem ließen sich die Wackerianer von diesem Gegentreffer nicht lange beirren und verfolgten weiterhin ihr Credo des geordneten Spielaufbaus. Die Neuzugänge Pierre Nagler, Denizcan Cosgun und Paulino Bertaccini ließen immer wieder ihr Können aufblitzen und versuchten mit Pässen in die Tiefe oder mit scharfen Hereingaben den Abwehrriegel der Gäste zu knacken. Bis zum Strafraum sah das auch gefällig aus, doch dann beherrschte die Kufsteiner Abwehr, organisiert von Ex-Nationalspieler Gercaliu, das Geschehen. Daran änderte auch die Trinkpause wegen der brütenden Hitze zur Mitte der ersten Halbzeit nichts. Zwar drückten die Schwarz-Grünen auf den Ausgleich, spielten gefällig und zeigten einige gute Offensivaktionen, doch viel mehr als Halbchancen ergaben sich nicht. Kufstein lauerte auf Konter und versuchte immer wieder ihre schnellen Spieler steil zu schicken.
In der Schlussphase der ersten Hälfte ergaben sich die besten Gelegenheiten für den FCW. Zunächst schaltete Bertaccini nach einem Fehlpass von Gercaliu am schnellsten und zwang Kufstein-Tormann Tauber zu einer Parade, danach zeigten die Wackerianer, dass auch sie im Konter gefährlich sein können. Nach einem schnellen Vorstoß von Daniel Spinn und Cosgun wurde der Stanglpass auf den Einschussbereiten Matej Dretvic gerade noch abgefälscht. Auch die letzte Aktion der ersten Halbzeit gehörte den Gastgebern. Nach einem schönen Doppelpass von Nagler und Bertaccini, strich dessen Abschluss knapp am Tor vorbei.

Stürmisches Ende

Mit viel Elan kam Wacker Innsbruck II aus der Kabine und machte dort weiter, wo man in den ersten 45 Minuten aufgehört hatte. Merchas Doski zwang Tauber zu einer weiteren starken Parade. Man hielt den Druck aufrecht und der Ausgleich lag schon in der Luft. Dort spielte sich allerdings Dramatisches ab, denn kurz nach Wiederanpfiff peitschte Starkregen und Sturmböen über das Mieminger Plateau. Die Spieler beider Teams ließen sich davon nicht ablenken. Die Wackerianer kamen in dieser Phase zu mehreren Standardsituationen, die allesamt nichts einbrachten. Im Gegenteil. Nach einem weiteren Freistoß des FCW war Marasek in der 60. Minute auf und davon und bediente den mitgelaufenen Sadler per Querpass. Der Stürmer schob trocken ein und baute die Führung der Gäste aus (0:2). 
Trotz der sehr widrigen Verhältnisse behielten die Wackerianer ihre spielerische Line. Dies wurde auch belohnt, denn in der 65. Minute gelang Nagler der Lochpass auf Dretvic, der im Fallen den Ball auf Cosgun weiterleitete. Im Rutschen bugsierte dieser das Leder in die Maschen (1:2). In der Folge drückten die Gastgeber auf den Ausgleich. Trotz der immer stürmischer werdenden Witterungsverhältnisse zeigten die Jungwackerianer gepflegten Fußball und kombinierten nun erfolgreicher durch die Reihen der Gegner. Kufstein blieb im Konter aber brandgefährlich und so musste sich Weiss in der 75. Minute einmal mehr gegen Sadler auszeichnen.
In der Schlussphase bestimmten weiterhin die Schwarz-Grünen das Geschehen. Nagler bediente den eingewechselten Pavlos Iliadis, doch dessen Abschluss ging knapp übers Tor. In der 86. Minute war es aber soweit. Nach einem Eckball war Innenverteidiger Florian Kopp zur Stelle und erzielte den längst verdienten Ausgleich (2:2). Doch damit gaben sich die Wackerianer nicht zufrieden. Man wollte dieses Spiel gewinnen und auch der Gegner wollte mehr als ein Remis. In den letzten Minuten des Spiels folgte ein offener Schlagabtausch. Zunächst war Kufstein durch einen Kopfball von Feichtner gefährlich, doch Weiss parierte sehenswert. Im direkten Gegenzug brachte der eingewechselte Fabian Leitner den Ball ideal zu Iliadis, doch dessen Heber ging übers Tor. Und auch die allerletzte Chance des Spiel hatte Iliadis, der eine Vorarbeit von Bertaccini volley abnahm, doch leider das Tor knapp erfehlte.

Spieldaten:
Regionalliga Tirol, 1. Runde
FC Wacker Innsbruck II - FC Kufstein 2:2 (0:1)
Samstag, 01.08.2020, 16.00 Uhr
Sportplatz Mieming
Schiedsrichter: Stjepan Bosnjak
150 Zuschauer

FC Wacker Innsbruck II: Weiss, Pribanovic, Spinn (55. Hamzic), Doski, Kopp, Redouani (55. Leitner), Cosgun, Bertaccini, Gavric (65. Babic), Nagler, Dretvic (75. Iliadis)

FC Kufstein: Tauber, Ademi, Karayün, Bober, Schlichenmaier, Gercaliu, Dadic (50. Schreder), Marasek, Lovrec (73. Feichtner), Andric, Sadler (80. Richert)

Torfolge: Sadler 0:1 (6.), Sadler 0:2 (60.), Cosgun 1:2 (65.), Kopp (86.)

Gelbe Karten: Gavric, Leitner bzw. Dadic


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